Erster Arbeitseinsatz der ARWA in Tschechien

wrangler-tschechien

Wenn man auf diesen riesigen Weiden arbeitet, fühlt man sich, als wäre man in Amerika.

Johann Karner, der Obmann der ARWA, erhielt vor ein paar Tagen einen Anruf aus Tschechien. Er erfuhr in diesem Telefonat, dass der potenzielle Auftraggeber eine Rinderherde (Fleckvieh) von 52 Mutterkühen mit ihren Kälbern besitzt. Er hatte selber versucht, diese vom Boden aus von einer Weide auf die andere zu treiben.

Man muss wissen, dass diese Rinder das ganze Jahr über 24/7 auf der Weide sind und nie wirklich Kontakt zu Menschen haben. Sie leben auf Flächen von weit mehr als 300 Hektar und dürfen sich grundsätzlich frei bewegen. Daher verhält sich diese Rinderherde so, als ob sie Wildtiere wären.

Die Aufgabe bestand darin, diese Rinderherde von einer Weide auf die andere zu treiben. Auf dem Weg zur Zielweide gab es zwei Herausforderungen: die Überquerung eines kleinen Baches und eine Engstelle.

Mit diesem Wissen packten vier oberösterreichischen Wrangler (drei Reiter und eine Bodenunterstützung) der ARWA ihre Pferde ein und reisten am 3. Juli 2024 nach Tschechien. Dort angekommen, waren bereits einige Rinder neugierig, was da passiert, und kamen ihnen näher, gingen dann aber gleich wieder weg, nachdem Ihre Neugierde gesättigt wurde. Die Wrangler sattelten ihre Pferde und ritten auf die Weide, um sich das Gelände anzusehen – einschließlich der Stelle mit der Bachüberquerung.

Die Rinderherde war im Gelände ziemlich verstreut. Ein Teil davon befand sich in einem Offenstall. Nach kurzer Lagebesprechung innerhalb der Wranglercrew entschied der Head, zuerst die Rinder aus dem Offenstall zu holen und sie dann mit den restlichen Rindern auf der offenen Weide zu sammeln. Da nur drei Reiter mit den nicht gewöhnten Rindern arbeiten konnten, war diese Aufgabe sehr anspruchsvoll. Der erste Anlauf ging erwartungsgemäß daneben, aber im zweiten Anlauf wurde die Rinderherde erfolgreich auf die Zielweide getrieben. Einige Rinder mussten von den Wranglern mit ihren Pferden gestellt werden, da sie nicht akzeptieren wollten, fremdgesteuert zu werden. Aber auch diese nicht ungefährlichen Situation wurde erfolgreich gemeistert, sodass alle Rinder, Pferde, Reiter und das Bodenteam die Aufgabe gesund und munter meisterten.

Eine weitere Rinderherde zum Umtreiben?
Nach der Mittagspause kam der sehr zufriedene Auftraggeber mit der Information, dass er eine weitere Rinderherde hat, die umgetrieben werden müsste. Diese bestand aus etwa 40 Jährlingen mit 5 Mutterkühen und ihren Kälbern. Das Gelände mit seiner Hanglage, Ebenen und kleinen bis großen Wäldern war sehr anspruchsvoll. Zudem begann es stark zu regnen, wodurch der Boden aufweichte und rutschig wurde. Daher war hier größte Vorsicht geboten. Aufgrund dieser sicherheitsrelevanten Umstände brachen die Wrangler den dritten Versuch ab.

Danke an alle beteiligten Reiter Jutta, Johann, Rudi und dem Bodenteam Gabi.

Zusammenfassend kann man sagen, dass dies ein lehrreicher und erfolgreicher Tag für die ARWA war. Dieser Tag brachte auch einen zufriedenen Kunden hervor. Danke an den Auftraggeber für das entgegengebrachte Vertrauen in die ARWA. Wir konnten auch diesemal wieder beweisen, dass die traditionelle Methode nach wie vor funktioniert, und das immer im Sinne der Rinder und Pferde gehandelt wird.

PS:Aufgrund zuwenig Manpower und dem schlechten Wetter möchten wir Gabi vom Bodenteam für diese Eindrücke, die du in Form von Bildern festgehalten hast, nochmals Danke sagen.

 

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